also eigentlich.

Der Hauptstadtjournalismus und Twitter

Das tut ja schon ein bisschen weh, aber irgendwie muss ich fürchterlich lachen.


(Direktlink, via Carta)

Das Kraftfuttermischwerk sagt "Das tut ja schon ein bisschen weh". Ich sag, das ist wirklich ein Armutszeugnis für den deutschen Journalismus. Also dass Journalismus und das Internet seit jeher nicht so richtig zusammenpassen, weiß man ja. Schlagwörter: Informationsmonopol, Urheberrecht, Leistungsschutzrecht. Aber, dass die grundsätzliche Entwicklungen so verschlafen werden. Fürchterlich. Ich hätte vermutet, dass es zur journalistischen Pflicht gehört, natürlich auch Twitterkonten zu folgen. Ich bin immer noch etwas sprachlos.

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Der Facebook-Social-Graph visualisiert

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Wie wunderschön man die Freundschaften innerhalb von Facebook auf der Weltkarte visualisieren kann. Und wie toll es eigentlich ist, in Europa zu leben, das alle Kontinente miteinander zu verbinden scheint!

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Schlechte Laune...

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Heute bin ich mal nicht so gut drauf.

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Kann man mit dem Internet Geld verdienen?

Also das Internet ist schon so ein Teufelszeug. Und außerdem kann man damit Geld verdienen. Sagen sich viele und nennen sich dann Social Media Experten oder aber Internet-Marketers. Darf ich vorstellen, ein Neuer. Volker Schiebel, Internet-Marketer.

Da weißte dann Bescheid. Mehr Informationen zu ihm. Außerdem hat er eine Community auf die Beine gestellt, wo "[...] sich insgesamt alle Aktivitäten, die für eine erfolgreiche Tätigkeit als Internet-Marketer erforderlich sind." bündeln.

Na dann. Viel Erfolg!

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Star Treks Universalübersetzer in echt? XIHA?

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Selten war ich so begeistert von einer Nachricht wie sie heute von TechCrunch unter "Are Your Facebook And Twitter Friends Using Other Languages? Try XIHA" verbreitet wurde. Beschrieben wird die Problematik, dass in sozialen Netzwerken unterschiedliche Sprachen gesprochen werden. In meinem Stream werden jeden Tag drei bis vier unterschiedliche Sprachen gesprochen. Was liegt näher, als ein eingebautes Übersetzungstool, dass automatisch Fremdsprachen in meine Muttersprache übersetzt. Das aus Finnland stammende XIHA sollte da ansetzen, zumindestens so wie ich es verstanden habe. Ich melde mich per Facebook Connect oder Twitter an, XIHA greift auf meinen Stream zu und übersetzt mir alle Einträge die nicht in der eingestellten Muttersprache erscheinen.

So enttäuscht wie in diesem Fall war ich allerdings selten. Die Registrierung war zwar einfach, aber auch fehlerhaft. Das Profil wurde nicht korrekt mit meinen Facebookdaten gefüllt und ich wohnte auf einmal in Stetten, Arkansas, Afghanistan. OK, Kleinigkeit, kann ja korrigiert werden. Statt meinem eigenen Meldungen sah ich die Meldungen aller XIHA-Benutzer. Ziemlich anstrengend. Die Datenschutzeinstellungen waren standardmäßig so konfiguriert, dass jeder alles mitlesen kann. Auch nicht gerade schön. Dann habe ich nur meine Meldungen angezeigt, war aber überrascht, dass alle Meldungen so angezeigt werden, wie in Facebook. Also Deutsch, Englisch, Italienisch, alles in der Originalsprache. Dann habe ich aber den "Übersetzen"-Link gefunden und zwar bei jeder Meldung und jedem Kommentar, egal in Mutter- oder Fremdsprache. Der Link funktionierte auch wie erwartet. In Erinnerung hatte ich, dass die Google Translate API einigermaßen ordentliche Ergebnisse bei Übersetzungen liefert. Pustekuchen. Grausam, was da z. B. vom Englischen ins Deutsche übersetzt wird. Das Ganze ist also ziemlich unbrauchbar, auch weil der Stream sehr viel unübersichtlicher als in Facebook dargestellt wird. Und das will was heißen. Facebook ist ja nicht unbedingt ein Paradebeispiel für schönes, aber auch benutzerfreundliches Design.

Soweit so gut, wenn diese Funktion eher enttäuschend ist, probiere ich eben die anderen Funktionalitäten. Und die stellten sich als ein Sammelsurium schon vorhandener Bestandteile sozialer Netzwerke heraus. Fotos, Videos, Spiele. Warum das nicht mit meinen Inhalten in Facebook verknüpft ist? Man weiß es nicht. Also auch großer Blödsinn. Die Oberfläche ist maschinell und deswegen hier und da fehlerhaft oder gar nicht übersetzt. Verwirrend wenn das Dialogfenster für die Einstellungen auf einmal einen finnischen Titel hat. Überhaupt ist die Oberfläche eine große Katastrophe. Wer bei dem Logo misstrauisch wird (grüne Palmen? WTF!), dem kann ich sagen, dass er mit seinem Gefühl richtig liegt, dass das nichts taugt.

Wirklich ein Komplettreinfall. Also möchte ich mein Profil gleich wieder löschen. Eine solche Funktion ist unauffindbar. Der automatisch generierte Profiltext (auch ziemlich schlimm, hab ich aber vergessen in den Post zu kopieren) konnte zuerst nicht komplett gelöscht werden und war nur mit "..." zu überschreiben. Mein aus Facebook importiertes Profilbild war nicht löschbar. Wenigstens wurde meine E-Mail mit dem Wunsch gelöscht zu werden, innerhalb von wenigen Minuten erhört und nachgegangen. 

Und was ist daran wirklich beeindruckend? XIHA hat eine Million Dollar als Startkapital in einer Seed-Finanzierungsrunde erhalten. EINE MILLION DOLLAR! Sorry, aber die Finnen haben einen an der Waffel. Sollen die mir lieber das Geld geben. So ist die Geschäftsidee von XIHA nicht mehr als eine Luftblase.
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